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Die bekannte Arena von Verona

Die bekannte Arena von Verona

Direkt an der Piazza Bra im Herzen Veronas steht die bekannte Arena von Verona. Dabei handelt es sich um das drittgrößte römische Amphitheater weltweit - nur das Kolloseum in Rom und die Arena von Capua sind größer. Und auch wenn viele Reisende zuerst an Romeo und Julia denken, wenn ihnen die Stadt in den Sinn kommt, so ist doch die Arena das bekannteste Denkmal von Verona.

Erbaut wurde die Arena im ersten Jahrhundert nach Christus, damals noch vor den Mauern der Stadt. Erst um das Jahr 265 umfasste die Stadtbefestigung auch das Amphitheater - die Überreste davon sind noch heute auf der Piazetta Mura Gallieno vorhanden. Zur Zeit der Römer fanden weit über 30.000 Zuschauer Platz auf den Rängen, während vor ihnen blutige Gladiatorenkämpfe ausgetragen wurden. Da ein Erdbeben im elften Jahrhundert eine der Außenmauern zum Einsturz brachte, ist die Kapazität der Steinstufen heute auf 22.000 Menschen geschrumpft, während im inneren Oval noch einmal Platz für 3.000 Personen vorhanden ist. Von dem Außenring, der einst die Arena vollständig umschloss, sind inzwischen nur noch vier Bögen - "l'ala" - "Flügel", wie sie die Einheimischen nennen - vorhanden.

Seit dem Jahr 1913 wird die Arena wieder regelmäßig als Theater genutzt. Anlass war der 100. Geburtstag von Giuseppe Verdi, zu dessen Ehren die Oper Aida aufgeführt wurde. Da das alte Gemäuer über eine hervorragende Akustik verfügt, etablierte es sich von da an schnell als Konzertstätte. Vor allem während der Sommermonate finden hier Konzerte aller Stilrichtungen statt. Besonders bekannt ist das Amphitheater heute als größte Opernbühne unter freiem Himmel. Dabei geht es beinahe mehr um die einzigartige Atmosphäre, als um den Hörgenuss - die Oper ist fast schon Nebensache. Die gigantische Kulisse und die prachtvollen Kostüme bieten in Kombination mit Sängern, Chor und Orchester wirklich ein einzigartiges Erlebnis. Besonders schön wird es, wenn auf dem Halbrund die ersten Lichter aufflackern, sobald es dunkel wird. Das Entzünden von Kerzen während des ersten Aktes hat seit über hundert Jahren Tradition.

​Auch wenn sich die teuren Plätze im Innenraum der Arena befinden, heißt das noch lange nicht, dass dies auch die besten sind. Die Sitzplätze auf den Steinstufen mögen zwar hart und unbequem sein, sind aber akustisch gesehen definitiv die besten. Auch der Blick auf die Bühne ist von oben unschlagbar. Außerdem ist die Kleiderordnung auf den Rängen sehr leger - Abendkleidung wird nur im Innenbereich getragen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Musik der Opernfestspiele bis heute nicht elektronisch verstärkt wird. Lediglich die Lichteffekte sind elektrisch. Dem Hörgenuss tut das keinen Schaden, eher im Gegenteil.



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